Es war bei sehr frostigen Temperaturen ein kleines, aber sehr fleißiges Trüppchen, das sich an die Beräumung des Wildaufwuchses machte. Auch Mitglieder der AG Junge Naturschützer waren dabei. Trotz des Frostes konnte man ins Schwitzen kommen. Nach einigen Jahren Pause aus verschiedenen Gründen haben wir dieses Jahr mal wieder einige Bereiche der Gewässerufer frei geräumt. Ziel ist es, die ursprüngliche offene Landschaft, wie sie nach dem Kiesabbau entstanden war und die so vielen Arten an Tümpeln mit warmen Ufern bevorzugten Lebensraum bietet, zu erhalten.
Dabei wird es aber wohl vorläufig bleiben. Selbst nach mehrmaligen Abstimmungen vor Ort mit der Stadt, der Revierförsterin, dem Oberförster usw. wird es aus Geldmangel wohl keine Möglichkeit geben, den Gehölzaufwuchs im FND komplett zu beseitigen und abzufahren. Man könnte ja die Grube der Sukzession überlassen, wenn man dann eine nächste stillgelegte Grube als Ersatzbiotop haben könnte. Aber das Bergbaugesetz hat andere Vorschriften als zu DDR-Zeiten. So wurden in der Südgrube alle Teiche, die schon mit Molchen und Wasserinsekten besetzt waren, in einer Nacht- und Nebelaktion wieder zugeschoben, da die Böschungen zu steil waren. Außerdem gibt es andere Vorstellungen, die Grube nach dem Abbau zu nutzen. Meist werden Gruben wieder mit Bauschutt oder Aushubboden verfüllt. Die Natur aus zweiter Hand hat also auch keinen langen Bestand.