Fachgruppe Säugetierschutz

Kontrolle eines Fledermauswinterquartiers - Foto: W. Ewert
Kontrolle eines Fledermauswinterquartiers - Foto: W. Ewert

Dem Schutz von Fledermaus, Biber und Co. haben sich die gut ein Dutzend zählenden Mitglieder unserer jüngsten Fachgruppe auf die Fahnen geschrieben. Ansprechpartnerin ist Christiane Schröder, Tel.. 0160/ 98 24 96 38.

 

Fledermäuse

 

Biber in Potsdam und Umgebung

Veranstaltungsprogramm 2017

  

28.01.2017

10:00

Fledermausquartierkontrolle, Treffpunkt hinter der

Schwimmhalle Brauhausberg, Anmeldung erforderlich!

16.02.2017

16:00

Fledermausquartierkontrolle, Treffpunkt Bushaltestelle Orangerie, Anmeldung erforderlich!

14.03.2017

18:00

Iltisse – Vortrag im Haus der Natur (Antje Weber)

29.04.2017

10:00

Aktionstag – Aufwertung Fledermauswinterquartier, Treffpunkt Am Altstadtblick Ecke Leipziger Straße

06.05.2017

12:00 Uhr

Exkursion Zitadelle Spandau, Anmeldung erforderlich!

25.06.2017

10:30Uhr

Exkursion Wildpark Springe, Anmeldung erforderlich!

Juni - August 2017

auf Anfrage

Fledermauskartierung im Stadtgebiet Potsdam

19.07.2017

19:30 Uhr

Biberexkursion mit Burghard Sell, Anmeldung erforderlich!

26.08.2017

19:30Uhr

Fledermausnacht an der Friedenskirche Potsdam

09.09.2017

16:00Uhr

Exkursion in die Döberitzer Heide, Anmeldung erforderlich!

07.10.2017

17:00 Uhr

Hirschbrunftwanderung Glauer Tal

28.11.2017

18:00 Uhr

Fotosafari durch das vergangene Jahr und

Jahresplanung mit Vorweihnachtsfeier (Wolfgang Ewert)

 

 

Exkursion in den Wildtierpark

......Johannismühle führte eine Exkursion unserer Fachgruppe Säuretierschutz. Luchs, Bär und Wolf aus nächster Nähe gibt es am ehesten in diesen Parks. Ein thematischer Abstecher in andere Gefilde war auch dabei. Bilderstreite dazu:

Fledertiere unter Kontrolle

Park Sanssouci Parkoper und Jubiläumsfontaine

Diese beiden Quartiere waren die letzten im Park Sanssouci. Im Bereich Parkoper wurden vier Wasser- und vier Frankenfledermäuse registriert. Das Quartier Jubiläumsfontaine ließ hinsichtlich der Anziehungskraft auf unsere Fledertiere zu wünschen übrig. Nicht zuletzt offene Türen, die für Durchzug sorgen und so den Fledermäusen ihre Ruheplätze vermiesen, dürften dafür ursächlich sein. Wir werden dbzgl. an die Schlosserstiftung herantreten. Möglicherweise ergibt sich hier ein Betätigungsfeld in Sachen Quartieraufwertung.

Park Sanssouci Charlottenhof und Kolonnaden 

Am ersten Februarwochenende waren die Bewohner der Quartiere im Charlottenhof und den Kolonnaden Gegenstand des Interesses der Fledermausfreunde. Während im Quartier Charlottenhof vermutlich aufgrund der milden Witterung eine relativ geringe Anzahl von Federtieren festgestellt wurde (26 Fransen- und 10 Wasserfledermäuse), stimmten dagegen die Ergebnisse aus den Kolonnaden die "Kontrolleure" wieder persönlich. Hier konnten 84 Fransen- und 17 Wasserfledermäuse sowie vier Große Mausohren und zwei Braune Langohren gewogen, vermessen und z. T. beringt werden. Bemerkenswert: Die Mehrzahl der festgestellten Tiere war bereits beringt.

Brauhausberg

Die Ergebnisse der Kontrolle des Winterquartiers Brauhausberg/ Eiskeller am, 23. Januar  können sich sehen lassen. Im Brauereikeller entdeckten wir 12 Fransenfledermäuse und ein Braunes Langohr. Das bessere Klima im Eiskeller mit der hohen Luftfeuchtigkeit bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Quartiernutzung durch die Fledertiere. Hier wurden 16 Fransen- und acht Wasserfledermäuse sowie drei Braune Langohren und sechs weitereFledermäuse unbestimmter Art festgestellt. 

Wildtiere nicht einsammeln - Fundorte melden

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Igel (Erinaceus europaeus) - Foto: Wolfgang Ewert

Igel sind Wildtiere und als solche nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Sie ihrem natürlichen Lebensraum zu entnehmen ist aus gutem Grund verboten. Lediglich offensichtlich verletzte,  kranke oder hilfsbedürftige Tiere dürfen zur fachgerechten Behandlung bis zur Genesung in menschliche Obhut genommen werden. Einige Zeitgenossen ficht das allerdings nicht an. Bereits im zeitigen Herbst beginnen sie sich auf die Suche nach jungen Igeln zu machen. Aus falscher Tierliebe wird alles eingesammelt, was nach deren Meinung unbedingt menschlicher Hilfe Bedarf. Das ist jedoch in den seltensten Fällen notwendig. Den Tieren wird damit die Chance genommen, sich auf ganz natürlichem Wege auf die Überwinterung in der kalten Jahreszeit vorzubereiten. Selbst kleinere Jungigel haben in der freien Natur bessere Chancen, ihr erstes Jahr zu überstehen als die Tiere, die gestresst durch menschliche Fürsorge nach erfolgter Überwinterung in ihren eigentlichen Lebensraum entlassen werden.  Wer den kleinen stachligen Gesellen wirksame Hilfe zuteil lassen werden will, sollte deren Lebensraum entsprechend gestalten. Hier dazu mehr!

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Auf Wolfsspuren

Exkursion auf dem TÜP Lehnin  -- herzlichen Dank an Förster Andreas Krüger

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Wolfswelpe auf dem TÜP Lehnin -- Foto: Wolfgang Ewert

An diesem Tag scheint einfach alles zu passen. Das Wetter spielt mit und auch die große Hitze ist zu dieser späten Nachmittagsstunde des 7. August 2015 vorbei, die hochsommerliche Temperatur durchaus erträglich. Jetzt fehlen nur noch die tollen Naturbeobachtungen, die sich die Exkursionsteilnehmer auf ihrer Tour über den Truppenübungsplatz Lehnin erhoffen. Wolfssichtungen stehen dabei ganz oben auf der Wunschliste. Versprechungen dieser Art kann Förster Andreas Krüger,  der die kleine Schar durchs Gebiet führt, natürlich nicht machen. Aber seine ausgezeichnete Gebietskenntnis und absolute Kompetenz u.a.  in Sachen Wolf sorgt dafür, dass alle auf ihre Kosten kommen. Verteilt auf drei Fahrzeuge geht es über den riesigen Platz mit mehreren Stopps an markanten Punkten. Wald, halb offene Landschaft, offene sandige Flächen - die Teilnehmer erhalten einen guten Überblick über den Lebensraum des Lehniner Rudels. Mit Fotos aus den zahlreichen Überwachungskameras illustriert Förster Krüger sehr anschaulich das Wolfsleben im Revier. Dass das hier sehr rege verläuft, zeigen dann auch die vielen Spuren im Sand bis hin zu  Ruheplätzen auf großer freier Fläche. Auf der Fahrt zu einer dieser Flächen dann plötzlich stopp. Auf dem Brandschutzstreifen steht ein Wolf. Der verharrt einen Augenblick, um dann langsam im Unterholz zu verschwinden. Viel besser kann eine Wolfsexkursion kaum verlaufen. Den krönenden Abschluss bildet dann der abendliche Ansitz. Verteilt auf drei Hochsitze gibt es auch hier kurze Wolfsbeobachtungen (s. Foto). Und zu ganz später Stunde lassen sich dann auch noch die Geschöpfe der Nacht blicken. Waldkauz und Waldohreulen, Fledermäuse und Ziegenmelker geben sich ein Stelldichein und komplettieren einen tollen erlebnisreichen Tag.