Willkommen beim NABU-Kreisverband Potsdam e.V.


Unser Jahresprogramm 2019

Unser Jahresprogramm 2019 mit allen Veranstaltungen, Exkursionen und Aktionen des NABU Potsdam zum downloaden.

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Jahresprogramm 2019
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Einladung zum Gartentag am Pfingstberg

Am Sonntag, 14. Juli ab 10:30 Uhr läd der Förderverein Belvedere zu einem Tag am Belvedere auf dem Pfingstberg ein. Der NABU Potsdam ist mit dabei. Kommt doch mal vorbei!

 

Folgendes ist hier bisher geplant:

  • 10.30 bis 11.30 Uhr Freiluft-Yoga am Belvedere,
  • ab 13.00 Uhr Führung durch die Parkanlage von Lenné mit Turmbesteigung Belvedere,
            Treffpunkt Pfingstberghaus, max. 20 Teiln.,
             Anm. unter 03312006841, 8€/6€,
  • ab 14.00 Uhr Spiel, Spaß und Wissenswertes rund um den Garten,
             Info-Stand der Gartengruppe des NABU Potsdam e.V. ,
             Kaffee & Kuchen,
  • 15.00 Weltmusik mit Trio "Ocean".

Näheres über den Förderverein des Belvedere auf dem Pfingstberg erfahren Sie hier: 

https://www.pfingstberg.de/foerderverein/ueber-den-foerderverein/


Tag der offenen Tür - Sommerfest

 

Am Sonntag (16.06.19) feierten wir in der Ökolaube unser Sommerfest und den Tag der offenen Tür. Wir verlebten gemeinsam mit unseren Gästen einen schönen familiären Nachmittag mit netten Gesprächen unter Gleichgesinnten bei Kaffee, Kuchen, Pizza und Brot aus aus dem Lehmofen. Bei der vogelkundlichen Exkursion mit Manfred Pohl wurden 35 Arten gezählt.

 

(Bilder: S. Jäger)

 


Rückblick auf die Jahresexkursion

Dieses Jahr sollte uns die Jahresexkursion unseres Nabu-Kreisverbandes Potsdam zu den wiedervernässten Wiesen und des Niedermoors bei Stangenhagen führen. Am 18.05.2019 trafen wir uns um 10:00 Uhr im Glauer Tal am Naturparkzentrum des Landschafts-Fördervereins der Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V. mit Peter Koch und Günter Kehl. Mit den beiden Spezialisten wurde unsere Exkursion  bestens begleitet.  Günther ist Mitglied des Vorstandes des Landschaftsfördervereins und leidenschaftlicher Ornithologe. Peter ist Mitarbeiter des Landschafts-Fördervereins der NNN e.V und Spezialist für die Flora und Fauna der Nuthe-Nieplitz-Niederung.

 

 

Die Nuthe-Nieplitz-Niederung ist als europäisches Vogelschutzgebiet von zentraler Bedeutung und gehört zu den wichtigsten Feuchtgebieten Brandenburgs. Bereits seit dem 18. Jahrhundert sind auf den Flächen Entwässerungsmaßnahmen bekannt. Lange Zeit wurde dieses Gebiet als Grünland und Intensivackerland genutzt.  Auch zu DDR-Zeiten wurde das Land intensiv landwirtschaftlich genutzt. Aber im Jahr 1990 wurden die Schöpfwerke abgeschaltet und Entwässungsanlagen nicht mehr betrieben. Somit entstand die heutige Flachseenlandschaft.

 

 

Unsere Wanderung begann bei herrlichstem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen im Zentrum von Stangenhagen und führte uns an den Wiesen, am Entenweiher und Schwanensee entlang. Am Beobachtungsturm konnten wir einen atemberaubenen Blick auf die  Seen und Wiesen genießen. Wir konnten Grau- und Silberreiher, Weißstörche, Fischadler, Kraniche, Schwäne, den Eisvogel, die Flußseeschwalbe, verschiedene Entenarten sehen. Ehemalige Wirtschaftsstraßen und Wege wurden geflutet und befinden sich heute unter dem Wasser. Es bildeten sich Inseln und Röhrichte, die als Brut- und Lebensraum genutzt werden. Viele Vogelarten sind in der Nuthe-Nieplitz-Niederung heimsch geworden. Auch der Biber und der Fischotter leben in der abwechslungreichen Landschaft. Durch unsere versierten Exkursionsführer erfuhren wir viel Interessantes über Geschichte und die Flora und Fauna dieses Landschaftsschutzgebiet vor den Toren Potsdams.

 

Zum Abschluss unserer Exkursion saßen wir im Garten der Gaststätte des Naturparkzentrums bei Eintopf, Bratwurst, Kuchen, Kaffee und Bier und ließen es uns sehr wohl ergehen. Unsere abschließende Empfehlung an alle Naturliebhaber ist, die schöne Landschutz selbst kennen zu lernen. Dabei wünschen wir viel Spaß!

(Report und Bilder: Ines Ruttloff)


SUMM - Biene, Kunst, Kultur

Fotos: Oliver Vaccaro
Fotos: Oliver Vaccaro
SUMM 2019 -
Eine Abenteuerreise ins Bienenland

 

17.07. - 26.07.2019
 
Auch in diesen Sommerferien geht es wieder auf Entdeckungsreise in die Welt der Bienen. Zusammen mit der Tafel Potsdam und dem Kinderclub
"Unser Haus" bieten wir wieder unsere beliebten Workshops mit Theaterspielen, Basteln, Wandern und Forschen im Land der Bienen. Eingeladen sind Kinder und Jugendliche im Alter von 6-14 Jahren. Die Workshops sind kostenlos.

Wo ist das Bienenland? Es liegt in einem Garten voller Blumen und Schmetterlinge ...

Volksinitiative unterstützen

Motto "Artenvielfalt retten, Zukunft sichern!"

Der Start der Initiative und die erste Unterschriftenaktion am Montag, den 15.04.19 sind sehr gut verlaufen. Nun liegt es an uns nicht nachzulassen. Bitte unterstützt die Volksinitiative auch weiterhin aktiv. Jeder kann helfen.

 

Weitere Informationen und Material findet Ihr unter:  https://artenvielfalt-brandenburg.de/


Kein Gift in Brandenburger Wäldern!

NABU/ H. May

Holz statt Kinder? Kein Gift in Brandenburgs Wäldern!

Die Forstbehörden in Brandenburg planen einen umfangreichen Insektizid-Einsatz u.a. in den Wäldern rund um die Gemeinden Fichtenwalde, Borkwalde und Borkheide (südwestlich von Potsdam). Vom 29. April bis ca. Mitte Juni 2019 soll großflächig das hochgiftige „Karate Forst flüssig“ auf diversen Forstflächen (ca. 8.000 ha) via Hubschrauber versprüht werden.

Das Insektizid soll „Kieferngroßschädlinge“, wie die „Nonne“, bekämpfen. Normalerweise neigt die Nonne nur alle zehn Jahre zur Massenvermehrung. Angeblich wurde 2018/2019 schon wieder ein verstärkter Nonnenbefall festgestellt. Das Insektizid soll dann versprüht werden, wenn die Raupen der Nonne geschlüpft sind und zum Fressen in die Baumkronen wandern.

Zwei Tage lang werden die Wälder dann für Menschen gesperrt. 56 Tage nach dem letzten Sprüheinsatz dürfen keine Waldfrüchte, Kräuter und Pilze in den Wäldern gesammelt werden. Falls es in dieser Zeit nicht oder nicht viel regnet, dürfte sich diese Frist noch verlängern. Wie lange genau, das weiß keiner.

 

„Nach der Besprühung ist für zwei, drei Monate Totenstille im Wald“

 

 

Wir sorgen uns um Folgendes und fragen uns:

    -      Bereits 2014 hat das BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Braunschweig) "Karate Forst flüssig" für den Einsatz im Forst generell verboten. Wieso wird jetzt dieses hochgiftige Totalinsektizid durch die Brandenburger Forstverwaltung wieder eingesetzt?

    -      Das Insektizid muss über 120 Meter von Gewässern, aber nur 30-40 Meter von Siedlungen, in denen auch Kleinkinder spielen, ferngehalten werden. Wie erklärt sich diese Diskrepanz? Und wie sollen diese Entfernungsvorgaben eingehalten werden?

    -      Im geplanten Besprühungsareal hat sich u.a. ein – streng geschütztes - Seeadlerpärchen angesiedelt. Welche Auswirkungen dieses Gift auf das Brutpaar hat, kann man sich gut vorstellen. Wissenschaftliche Untersuchungen gibt es unseres Wissens dazu nicht.

    -      In einigen Teilen des betroffenen Waldes gibt es – streng geschützte - Rote Waldameisen. Auch leben in diesen Wäldern u.a. Tagschmetterlinge, Spinnen, Kleinvögel, Blindschleichen und Waldeidechsen. Welche Auswirkungen hat das Gift auf diese Lebewesen?

    -      „Karate Forst flüssig“ soll in der Zeit von Ende April bis Juni versprüht werden, d.h. also in der besten Brutzeit. Wo und wie sollen die in ihrem Bestand generell schon stark bedrohten Vögel ausreichend Nahrung für ihren Nachwuchs finden?

    -       Durch den Gifteinsatz wird Naturschutzrecht verletzt und einige der betroffenen Waldbesitzer – die Eigentümer der Flächen – lehnen den Einsatz ab. Wie kann es sein, dass sich die Behörden darüber hinweg setzen wollen?

    -       Wie verantworten die Behörden in Brandenburg – in Zeiten massiven Insektensterbens – den Einsatz eines solch hochgiftigen Stoffes in der freien Natur?

-      Wie wollen die Behörden sicherstellen, dass Bienenvölker nicht von diesem Gift beeinträchtigt werden?

-      Welchen Sinn macht es, einerseits ein „Insektenschutzprogramm“ aufzustellen und dann in den Brandenburger Wäldern Insektizide zu versprühen?

Unterstützt mit einem Klick die Petition gegen den geplanten Insektizideinsatz: