Willkommen beim NABU-Kreisverband Potsdam e.V.

Liebe Besucher*innen,

wir heißen sie ganz herzlich auf den Internetseiten des NABU-Kreisverbandes Potsdam willkommen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie neben der Darstellung, wer wir sind, wofür wir uns engagieren und wo sie aktiv werden können, auch wissenswerte Informationen und Downloads rund um das Thema Natur-, Arten- und Landschaftsschutz.

Falls die Seiten Ihr Interesse geweckt haben oder Sie weitere Fragen und Anregungen haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

 

Aufgrund der aktuellen Lage sowie Bestimmungen finden auch im April vorerst keine offiziellen Veranstaltungen des Kreisverbandes statt. Im Haus der Natur sind eine Mund-Nasen-Bedeckung (mindestens eine OP-Maske) zu tragen sowie die allgemeinen Hygienevorschriften zu beachten.



Aktuelles


Das Rotkehlchen - Vogel des Jahres 2021

„Zänkischer Hagestolz“

 Die Wahl zum Vogel des Jahres 2021 ist gelaufen und hat im Vorfeld doch zu einigen Irritationen geführt. Das Rennen hat das Rotkehlchen gemacht, welches auch schon 1992 „NABU-Vogel“ des Jahres war. Der Zweitplatzierte ist die Rauchschwalbe und den dritten Platz belegen Kiebitz und Feldlerche.

 

Als Frühaufsteher beginnt das Rotkehlchen schon vor Sonnenaufgang mit seinem „Ticksen“ und „Schnickern“, welches meist dann bis in die Abenddämmerung dauern kann. Der vielfältige Gesang mit langen Strophen dient vor allem der Verteidigung des Reviers. Rotkehlchen sind ziemlich zänkische Artgenossen. Deshalb kommt es häufig zu einem Wettstreit, wobei der Gesang auch schon mal so laut wie ein Motorrad oder Presslufthammer werden kann.

 

Während der Brutzeit geht es dann etwas gesitteter zu. Gebrütet wird in einem napfförmigen Nest, das aus Pflanzenteilen im Gestrüpp oder zwischen Baumwurzeln gebaut wird. Dieses findet man in Wäldern, Parks und Gärten mit Gebüschen und Hecken. Oft kommen sie dann bis auf einen Meter an Menschen heran, weil sie Ausschau nach großen Tieren halten. Diese wirbeln nämlich Insekten auf, von denen sich die Rotkehlchen im Sommer ernähren. Im Winter wird der Speiseplan auf Beeren und Samen umgestellt.


Information zum Fahrlander See

Um der Diskussion rund um den Schutz der Fahrlander Sees eine fachliche Grundlage zu geben, haben W. Püschel und W. Mädlow eine Broschüre zusammengestellt. Darin werden zum einen die Argumente zum Konflikt zwischen Vogelschutz und Wassersport aufgearbeitet, zum anderen wurde eine kommentierte Artenliste der Vogelwelt des Fahrlander Sees zusammengestellt. Und schließlich werden auch die Brutvogelkartierungen von 2009 und 2019 aufgeführt, die die Fachgruppe Ornithologie durchgeführt und die M. Zerning bzw. L. Pelikan ausgewertet haben.

 

Dieses Papier kann man hier gern downloaden. Viel Spaß bei der Lektüre! Und Dank an diejenigen, die bei der Erstellung des Papiers mitgeholfen und durch die Mitteilung von Beobachtungen mitgewirkt haben.

Download
Broschüre Fahrlander See
Fahrlander See-Broschüre-Endfassung.pdf
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Umgang mit gefundenen Tieren - Tipps für das Erst-Verhalten

Uns erreichen vermehrt viele Anrufe von besorgten Menschen, die ein Tier gefunden haben und wissen möchten, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Nicht selten befinden sich die Eltern in seiner Nähe und beobachten ganz genau, was los ist. Bitte daher erstmal die Situation klären und nicht vorschnell eingreifen. Natürlich sollte man helfen, wenn Gefahr durch den Straßenverkehr besteht oder wenn möglicherweise Fressfeinde erscheinen. Wenn dennoch ein Junges verendet oder gefangen wird, sollte man bedenken, dass auch tote und verletzte Tiere Teil der natürlichen Nahrungskette sind.

 

Sind Sie in die Situation geraten, rasch Hilfe für verwaiste Wildtiere finden zu müssen, empfiehlt es sich, zunächst Kontakt z.B.

aufzunehmen. Auch wenn diese selber keine Aufnahmemöglichkeit haben sollten, können die Mitarbeiter doch meist gute Pflegeadressen oder Auffangstationen in der Nähe vermitteln. Alternativ finden Sie hier eine deutschlandweite Übersicht. Auch die örtliche Naturschutzbehörde kann mit geeigneten Adressen weiterhelfen.

 

Gemäß Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) ist es generell verboten, Tiere der besonders geschützten Arten – dazu zählen beispielsweise Vögel, Igel oder Eichhörnchen  der Natur zu entnehmen.

Paragraph 45 (5) BNatSchG zufolge ist es allerdings zulässig, kranke oder verletzte Tiere vorübergehend aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen. Die Tiere sind unverzüglich wieder in die Freiheit zu entlassen, sobald sie sich dort selbständig erhalten können. Im Übrigen sind sie an die zuständige Untere Naturschutzbehörde abzugeben. Handelt es sich um Tiere der streng geschützten Arten, ist die Aufnahme des Tieres unverzüglich der Unteren Naturschutzbehörde zu melden.

 

Informationen zum Schutzstatus stehen auf der Website www.wisia.de.

 

Nicht nur der Fund einer streng geschützten Wildtierart muss gemeldet werden. Wenn Sie ein verletztes oder verlassenes Wildschwein, einen Fuchs, einen Hasen, ein Reh oder ein anderes dem Jagdrecht unterliegendes Tier finden, müssen Sie die Jagdbehörde oder den zuständigen Jagdpächter verständigen.

 

Angefahrenes Wild 

Viele Tiere verunglücken im Straßenverkehr. Während kleine Wildtiere wie Igel oder Kröten meist tot aufgefunden werden, liegen größere Tiere wie Rehe oder Füchse nicht selten verletzt am Straßenrand. Als Fahrzeugführer ist es Ihre ethische und gesetzliche Verpflichtung, sich um ein angefahrenes Tier zu kümmern und noch vor Ort die Polizei zu rufen.

 

Auch wenn Sie den Unfall nicht selbst verursacht haben, sollten Sie nicht wegschauen, sondern handeln. Ein häufiges Motiv, einem Tier nicht zu helfen, ist die eigene Hilflosigkeit. Der Fahrzeugführer, der ein Tier findet oder selbst ein Tier angefahren hat, weiß nicht, was er tun soll. 

 

Deshalb hier einige Tipps, wie Sie vorgehen sollten:

  • Bewahren Sie Ruhe! Panik hilft dem Tier nicht.
  • Sichern Sie die Unfallstelle ab, damit kein anderes Fahrzeug in die Unfallstelle hineinfährt (Warndreieck, Warnblinker, Warnweste).
  • Rufen Sie die Polizei an und machen Sie Angaben zur Unfallstelle. Wichtig: Verlassen Sie die Unfallstelle nicht, bis die Rettungskräfte oder der Jagdausübungsberechtigte tatsächlich eingetroffen sind und teilen Sie dies den Rettungskräften bei Ihrem ersten Anruf gleich mit. Damit schließen Sie aus, dass das Tier womöglich stundenlang an der Unfallstelle liegen bleibt. Sollte auch nach einer halben Stunde noch niemand am Unfallort eingetroffen sein, rufen Sie erneut bei den Rettungskräften an. Stellen Sie sicher, dass wirklich jemand in angemessener Zeit an der Unfallstelle eintrifft.
  • Bei verletzten Füchsen oder Rehen: Halten Sie Abstand zu den Tieren, bis professionelle Hilfe eintrifft. Verletzte Füchse oder Rehe können sehr wehrhaft und unberechenbar sein und den Finder ggf. gefährden.