Willkommen beim NABU-Kreisverband Potsdam e.V.


Unser Jahresprogramm 2019

Unser Jahresprogramm 2019 mit allen Veranstaltungen, Exkursionen und Aktionen des NABU Potsdam zum downloaden.

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Jahresprogramm 2019
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In eigener Sache

 

Unser erster Vorsitzender Manfred Pohl legt sein Amt aus persönlichen Gründen mit sofortiger Wirkung nieder. Der Verein wird nun durch die 2. Vorsitzende Dr. Christiane Scheffler geführt.

 

Unsere Geschäftsführerin Juliane Weiß wird sich beruflich umorientieren. Wir danken Juliane für ihre hervorragende und engagierte Arbeit bei uns und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg. Für die Arbeit in der Geschäftsstelle konnten wir Kai Heinemann gewinnen. Er wird die Stelle ab dem 01.08.19 übernehmen.


Fledermäuse hautnah!

Batnight in Potsdam - 23.08.19 ab 19:30 Uhr

Großes Mausohr (NABU/Otto Schäfer)
Großes Mausohr (NABU/Otto Schäfer)

„Les Belles de nuit“, die „Schönen der Nacht“, werden sie in Fachkreisen liebevoll genannt. Gemeint sind Fledermäuse. Die, die mit ihren Ohren sehen, mit ihren Händen fliegen und mit bis zu 880 Herzschlägen pro Minute durch die Dunkelheit rauschen. Wer mehr über die bedrohten Nachtlebewesen erfahren möchte, kommt am Freitag, den 23.08.2019 ab 19:30 Uhr zur Friedenskirche. Wir laden euch herzlich zum Familienprogramm im Rahmen der bundesweit durchgeführten Batnight ein.


Pflegeeinsatz Orchideenwiese im Springbruch

In einer tollen Aktion mit neun wackeren Mitstreitern wurde die Wiese im Springbruch am Samstag (17.08.19) gemäht und abgeharkt. Wir haben so dazu beigetragen, dass sich der Nährstoffeintrag auf der Wiese verringert und sich damit die Bedingungen für die Orchideen erhalten. Bei bestem Wetter haben wir nach der Arbeit gemeinsam ein schönes Picknick genossen. Herzlichen Dank an alle, die geholfen haben!


Volksinitiative unterstützen

Motto "Artenvielfalt retten, Zukunft sichern!"

Der Start der Initiative und die erste Unterschriftenaktion am Montag, den 15.04.19 sind sehr gut verlaufen. Nun liegt es an uns nicht nachzulassen. Bitte unterstützt die Volksinitiative auch weiterhin aktiv. Jeder kann helfen.

 

Weitere Informationen und Material findet Ihr unter:  https://artenvielfalt-brandenburg.de/


Kein Gift in Brandenburger Wäldern!

NABU/ H. May

Holz statt Kinder? Kein Gift in Brandenburgs Wäldern!

Die Forstbehörden in Brandenburg planen einen umfangreichen Insektizid-Einsatz u.a. in den Wäldern rund um die Gemeinden Fichtenwalde, Borkwalde und Borkheide (südwestlich von Potsdam). Vom 29. April bis ca. Mitte Juni 2019 soll großflächig das hochgiftige „Karate Forst flüssig“ auf diversen Forstflächen (ca. 8.000 ha) via Hubschrauber versprüht werden.

Das Insektizid soll „Kieferngroßschädlinge“, wie die „Nonne“, bekämpfen. Normalerweise neigt die Nonne nur alle zehn Jahre zur Massenvermehrung. Angeblich wurde 2018/2019 schon wieder ein verstärkter Nonnenbefall festgestellt. Das Insektizid soll dann versprüht werden, wenn die Raupen der Nonne geschlüpft sind und zum Fressen in die Baumkronen wandern.

Zwei Tage lang werden die Wälder dann für Menschen gesperrt. 56 Tage nach dem letzten Sprüheinsatz dürfen keine Waldfrüchte, Kräuter und Pilze in den Wäldern gesammelt werden. Falls es in dieser Zeit nicht oder nicht viel regnet, dürfte sich diese Frist noch verlängern. Wie lange genau, das weiß keiner.

 

„Nach der Besprühung ist für zwei, drei Monate Totenstille im Wald“

 

 

Wir sorgen uns um Folgendes und fragen uns:

    -      Bereits 2014 hat das BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Braunschweig) "Karate Forst flüssig" für den Einsatz im Forst generell verboten. Wieso wird jetzt dieses hochgiftige Totalinsektizid durch die Brandenburger Forstverwaltung wieder eingesetzt?

    -      Das Insektizid muss über 120 Meter von Gewässern, aber nur 30-40 Meter von Siedlungen, in denen auch Kleinkinder spielen, ferngehalten werden. Wie erklärt sich diese Diskrepanz? Und wie sollen diese Entfernungsvorgaben eingehalten werden?

    -      Im geplanten Besprühungsareal hat sich u.a. ein – streng geschütztes - Seeadlerpärchen angesiedelt. Welche Auswirkungen dieses Gift auf das Brutpaar hat, kann man sich gut vorstellen. Wissenschaftliche Untersuchungen gibt es unseres Wissens dazu nicht.

    -      In einigen Teilen des betroffenen Waldes gibt es – streng geschützte - Rote Waldameisen. Auch leben in diesen Wäldern u.a. Tagschmetterlinge, Spinnen, Kleinvögel, Blindschleichen und Waldeidechsen. Welche Auswirkungen hat das Gift auf diese Lebewesen?

    -      „Karate Forst flüssig“ soll in der Zeit von Ende April bis Juni versprüht werden, d.h. also in der besten Brutzeit. Wo und wie sollen die in ihrem Bestand generell schon stark bedrohten Vögel ausreichend Nahrung für ihren Nachwuchs finden?

    -       Durch den Gifteinsatz wird Naturschutzrecht verletzt und einige der betroffenen Waldbesitzer – die Eigentümer der Flächen – lehnen den Einsatz ab. Wie kann es sein, dass sich die Behörden darüber hinweg setzen wollen?

    -       Wie verantworten die Behörden in Brandenburg – in Zeiten massiven Insektensterbens – den Einsatz eines solch hochgiftigen Stoffes in der freien Natur?

-      Wie wollen die Behörden sicherstellen, dass Bienenvölker nicht von diesem Gift beeinträchtigt werden?

-      Welchen Sinn macht es, einerseits ein „Insektenschutzprogramm“ aufzustellen und dann in den Brandenburger Wäldern Insektizide zu versprühen?

Unterstützt mit einem Klick die Petition gegen den geplanten Insektizideinsatz: