Willkommen beim NABU Potsdam e.V.

Liebe Besucher*innen,

der NABU Potsdam heißt Sie ganz herzlich auf seinen Internetseiten willkommen.

Hier erfahren Sie, wer wir sind, wofür wir uns engagieren und wo auch Sie aktiv werden können.

Wissenswertes und aktuelle Informationen zu den Themen Natur-, Arten- und Landschaftsschutz geben wir ebenfalls gerne an Sie weiter. Gerne stehen wir auch für weitere Fragen und Anregungen zur Verfügung – wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Unsere aktuellen Termine finden Sie hier auf der Startseite und entsprechend unter der Rubrik `Termine´.

22.05.2022: Vogelstimmen in Wildpark-West

Der Vogelstimmen-Spaziergang im Randbereich der grünen Siedlung Wildpark-West bietet einen schönen Einstieg für alle, die gerne mehr wissen möchten über die vielfältigen Stimmen unserer heimischen Vogelwelt. Unser Fachgruppenleiter Manfred Pohl ist ein exzellenter Kenner und Vermittler. Treffpunkt: am Bürgerheim um 8:30 Uhr. 

Foto: Mönchsgrasmücke: M. Link.

28.5.2022: Wiesenpflege im Springbruch

Wer Lust hat auf ein paar schöne Stunden an der frischen Luft und gemeinsam mit anderen Aktiven zum Erhalt der Orchideen beitragen möchte, der ist herzlich zur Wiesenpflege im Springbruch eingeladen. Wir treffen uns am Samstag, 28.05.22, ab 10:00 Uhr direkt am Springbruch.

Anfahrt und aktuelle doodle-Liste finden Sie hier ...  

 

Mai 2022: Offenes Gärtnern in der Ökolaube

Unter dem Motto "Gönn Dir Garten! Offenes Gärtnern für alle!" gibt die NABU Ökolaube am Schlaatz allen Interessierten und Büromüden Gelegenheit, nach Feierabend fleißig mitzugärtnern. Geplant sind zunächst alle Freitag-Nachmittage im Mai. Begleitend ist eine Ausstellung zu sehen. Und auch, wer einfach nur einmal im Grünen sitzen möchte, ist natürlich herzlich willkommen! 

Wir freuen uns über Ihr Interesse: info@nabu-potsdam.de.


Unser Jahresprogramm für 2022 können Sie hier herunterladen: 

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NABU Potsdam Veranstaltungen 2022.pdf
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Wiesenpflege im Springbruch

Unser Beitrag zur Artenvielfalt

Die Orchideen (Breitblättriges Knabenkraut) auf den Feuchtwiesen im Springbruch benötigen einen nährstoffarmen, feuchten Boden. Durch die Mahd der Fläche tragen wir dazu bei, den Nährstoffeintrag zu verringern.

 

Bei so einer Mahd sind wir für jede helfende Hand dankbar. Daher laden wir herzlich zum  Pflegeeinsatz auf der Feuchtwiese im Springbruch ein. Arbeitshandschuhe nicht vergessen!

 

Für Rückfragen steht Ines Ruttloff gern zur Verfügung

(Tel. 01577 1896145 oder E-Mail an ines.ruttloff@nabu-potsdam.de).

 

Anfahrt und aktuelle doodle-Liste finden Sie hier ...



In eigener Sache: Wir suchen ...

... ehrenamtliche Unterstützung: Grünes Klassenzimmer & Kassenwart

  1. Sie können sich vorstellen, Kinder und Jugendliche für die Natur zu begeistern? Sie möchten gemeinsam mit ihnen die Natur entdecken? Sie möchten Heranwachsenden Belange des Naturschutzes vermitteln? Dann freuen wir uns über Ihre Unterstützung im Team des Grünen Klassenzimmers. Dieses findet im "Kleinod" des NABU Potsdam statt, in unserer Ökolaube am Schlaatz. Auf Anfrage werden dort die Themen des Grünen Klassenzimmers von Ehrenamtlichen vermittelt. So dass Schüler*innen und Kindergartenkinder einen anschaulichen Projekttag erleben. Im Vordergrund steht dabei immer der Kontakt mit der Natur. Kontakt über: info@nabu-potsdam.de.
  2. Sie beherrschen buchhalterisches Grundwissen aus dem FF? Und wollen sich gleichzeitig für den NABU Potsdam und Belange des Natur- und Umweltschutzes einsetzen? Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme! Denn zum Start der kommenden Legislaturperiode ist im Vorstand die Position der Schatzmeister*in neu zu besetzen.  Auf diese Weise sind Sie unmittelbar an allen Entscheidungsvorgängen beteiligt und genießen das unkomplizierte Privileg, Natur im Kreise Gleichgesinnter zu erleben. Kontakt über: info@nabu-potsdam.de.

Kurz notiert:

Von Störchen, Kiebitzen und anderen Frühjahrsereignissen

Das erste Kiebitzgelege in Potsdams Norden:

Das Projekt Kiebitzschutz berichtet über erste erfolgreiche Maßnahmen zum Schutz des Kiebitz´ in Potsdams Norden. Das erste Gelege wurde am 03.04.2022 abgesteckt. Begleitend dazu freuen wir uns über die Unterstützung von Frau Pfarrerin Spinola, die in ihren Gemeinden Bornim, Golm und Grube die Öffentlichkeitsarbeit mittels einer vom NABU zur Verfügung gestellten Banner-Ausstellung unterstützt! Vielen Dank dafür!

Das erste Storchenpaar in Potsdam-Drewitz: 

Manfred Pohl, Leiter der Fachgruppe Ornithologie und Storchenbeauftragter des Landesumweltamtes für den Raum Potsdam, freut sich über den ersten Storch in Potsdam-Drewitz (12.04.) sowie eine erfolgreich ausgeführte Präventionsmaßnahme gegen den räuberischen Waschbären in Potsdam-Bornim, damit auch hier die Aufzucht gelingt.

 

Frühjahrsputz in der Ökolaube

Am 09.04.2022 konnte unser Gartenjahr in der Ökolaube erfolgreich an den Start gebracht werden! Wie stets in fröhlicher Runde wurde das Areal für den neuen Aufwuchs freigelegt und auch eine neue Blühwiese unter den Obstbäumen ausgesät. Für den Monat Mai laden wir alle Interessierten herzlich ein, uns an den Nachmittagen des Feierabendgärtnerns im Grünen zu unterstützen. Gerne geben unser Wissen und unsere Erfahrungen zum naturnahen Gärtnern weiter!



Manfred Miethke zum 86!

Der NABU Potsdam gratuliert von Herzen

Unser Nestor und Altvater des NABU Potsdam, Manfred Miethke, konnte am 05.04.2022 seinen 86 Geburtstag feiern. Der NABU Potsdam war mit einer kleinen Delegation bei ihm zu Gast und hat herzlich gratuliert! Wir drücken die Daumen, dass er in diesem Jahr in seiner Seniorenresidenz sein Beobachtungsprojekt zu den Hausrotschwänzen erfolgreich fortsetzen kann. Und hoffen, dass er auch in diesem Jahr seinen "alten Lieblingen" – den Mauerseglerkolonien in Potsdam-Waldstadt, den Dohlen im Golmer Kirchturm und den Rauchschwalben im Bahnhof Griebnitzsee – wieder einen Besuch wird abstatten können!

Von re nach li: Michael Zerning, Michaela, Klaus Freiherr von de Ropp, Manfred Miethke, Gitta Krukenberg, Manfred Pohl. Foto: C. Persch



Heilpflanze des Jahres 2022

Die Große Brennnessel. Von Franziska Hoehl.

Große Brennnessel. Foto: F. Hoehl

Für viele Menschen ist die Brennnessel der Inbegriff des Unkrauts. Doch zu Unrecht, denn diese weitverbreitete Pflanze gehört mit zu den wertvollsten Heilpflanzen. Zudem ist sie bedeutsame Futterpflanze für viele Insekten und auch in der Wildkräuterküche gerne gesehen.

Die Große Brennnessel, Urtica dioica L., gehört wie ihr kleine Schwester Urtica urens L. zur Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae JUSS.). Sie sind krautige Pflanzen mit ungeteilten, gesägten, gegenständig angeordneten sowie mit den typischen Brennhaaren besetzten Blättern. Diese unterscheiden sich jedoch in Form und Größe. Weiterlesen ...



"Forstwirtschaftliche Maßnahmen" im Wäldchen am Lindenpark

Der NABU Potsdam setzt sich für einen unmittelbaren Stopp der Arbeiten ein

Die Bilder sind erschütternd! Seit Donnerstag wenden sich Anwohner der Stahnsdorfer Straße in Babelsberg immer wieder hilfesuchend an den NABU Potsdam, weil sie nicht begreifen können, was sich direkt vor ihren Augen in Windeseile in dem kleinen Wäldchen rund um das Jugend- und Freizeitzentrum Lindenpark ereignet: 

Entgegen der vereinzelt an Bäumen vorzufindenden Informationen der Neue Wälder GmbH Ludwigsfelde handelt es sich bei den zu beobachtenden Arbeiten nicht um baumpflegerische Maßnahmen oder Aufräumarbeiten, sondern – im Gegenteil – um gezielte Fällungen aus dem Altkiefernbestand, also von intakten Bäumen mit zumeist erheblicher Höhe und starkem Stammumfang. Dabei beschädigt das unkontrollierte Fallen der Bäume vielfach den Kronen- und Astungsbereich kleinerer, nebenstehender Gehölze. Augenscheinlich will man möglichst viel Waldareal innerhalb kürzester Zeit verwüsten.

 

Der NABU Potsdam hat noch am Wochenende ein Schreiben an die Untere Forstbehörde Potsdam gerichtet mit der Forderung, die Arbeiten unmittelbar zu unterbinden, da er sie in ihrer Ausführung für rechtswidrig hält. Dies betrifft Belange des Artenschutzes ebenso wie die Tatsache, dass eine Genehmigung wohl nur für Arbeiten der Verkehrssicherung und ein Aufräumen von Sturmschäden erteilt wurde … der tatsächliche Umfang der Arbeiten jedoch ein vollständig anderer ist. Zudem wurde keine ausreichende Sicherung des Geländes vorgenommen.

 

Vor Ort formiert sich zugleich bürgerlicher Widerstand. Hier der Link zur Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/waldrodung-am-lindenpark-potsdam-stoppen

Beteiligen auch Sie sich am Widerstand gegen die weitere Ausführung dieser Maßnahme! Die Zeit drängt!


Schulprojekt: Gemeinsam gegen Vogelschlag an Glas

Der NABU Potsdam informiert am Ev. Gymnasium Hermannswerder (Hoffbauer Stiftung)

Rund 100 Mio. an Glas verunglückte Vögel pro Jahr – allein in Deutschland – sollten uns zum Umdenken bewegen: Nicht markiertes, großflächiges Glas am Bau ist mit einem modernen, ökologisch ausgerichteten Selbstverständnis nicht vereinbar!

 

Diesem Thema widmete sich deshalb anlässlich des schulischen Projekttages zum Thema Nachhaltigkeit auch eine Gruppe von Schülern am Ev. Gymnasium Hermannswerder. Nach fachlicher Einführung von Klemens Steiof, Artenschutzexperte der Berliner Senatsverwaltung und Mitglied der Fachgruppe 


Ornithologie beim NABU Potsdam, durften die Schüler gefährdende Glasflächen eines Schulpavillions mit einer Spezialfolie (SEEN-Punkte ®) selbst bekleben und auf diese Weise vogelschlagsicher machen. Dieses Beispiel macht dann hoffentlich nicht nur vor Ort Schule!

 

Denn eine Untersuchung der Fachgruppe Ornithologie des NABU Potsdam konnte zeigen, dass auch in Potsdam nicht vogelfreundlich gebaut wurde. Das Gefährdungspotential ist gerade in der Innenstadt immens. Unter den registrierten Bauwerken sind Schulen und Kindergärten ebenso wie Bushaltestellen, Theater, Gewerbebauten und Verwaltungsgebäude. Rund 350 Objekte wurden erfasst und bewertet. Davon können nach Maßgabe der Deutschen Vogelwarten 65 % als hochgradig gefährdend eingestuft werden. Gerade in Vegetationsnähe werden großflächige Glasfronten zu einer wahren Todesfalle für unsere gefiederten Freunde. Denn sie können zwischen Realraum und Spiegelung im Flug nicht unterscheiden.

Aufbringen der SEEN-Punkte am Eingang zum Pavillion. Außen- und Innenansicht.  Fotos: C. Persch


Pilz des Jahres 2022

Der Fliegenpilz – Glückssymbol, Giftpilz, Droge. Von Wolfgang Bivour.

Fliegenpilz. Foto: C. Persch

Der Fliegenpilz ist wohl der bei uns bekannteste und populärste Pilz überhaupt. Jedes Kind kennt ihn. Ob nun in dem alten Kinderlied besungen oder als beliebtes Glückssymbol verwendet – er ist einfach allgegenwärtig, als Glückwunschkarte und Sparbüchse, in Kinderbüchern als Pilzhäuschen oder als Rauchverzehrer für Kitschfreunde, als Pralinenverpackung oder als gekochte halbe Eier mit rotem Tomatenhut und Mayonnaisepunkten.

 

Obwohl als Glückssymbol bekannt, weiß aber auch jedes Kind, dass der Fliegenpilz giftig ist. Ein seltsamer Widerspruch? Nicht unbedingt, denn die positive Belegung des Fliegenpilzes wurzelt offenbar in der Tatsache, dass er vermutlich seit Jahrtausenden als Rauschdroge verwendet wird. Bei nordsibirischen Völkern soll der Fliegenpilzkonsum noch vor 100 Jahren vor allem bei rituellen Handlungen weit verbreitet gewesen sein. Für einen Rausch tauschte man auch schon mal ein Rentier gegen eine Pilzportion. Und man war nicht verschwenderisch: Der berauschende Stoff erscheint immer wieder im Urin.  ... weiterlesen ...



Eine ganz besondere Oase

17.03.2022: Pflanzaktion im Nuthepark zur symbolischen Übergabe eines Reptilienhabitats

Der Nuthepark wird um eine Naturattraktion reicher. Das freut nicht nur die Kinder aus dem FRÖBEL-Hort am Nuthepark, sondern auch alle tierischen Gäste, die im neuen Reptilienhabitat ein Zuhause finden werden.

 

Die symbolische Übergabe des Habitats fand heute unter Anwesenheit von Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, Madlen Albrecht, Leiterin des FRÖBEL-Hortes am Nuthepark, dem NABU Potsdam, Kindern des Horts sowie Mitarbeiter*innen des Grünflächenamtes im Rahmen einer gemeinsamen Pflanzaktion statt.


Für das Anlegen von Reptilienhabitaten gibt es ganz unterschiedliche Auffassungen und Baupläne. Einem glücklichen Zusammenspiel ist es zu verdanken, dass das Grünflächenamt bei der Planung auf die Expertise des NABU Potsdam zurückgreifen konnte. Um auf diese Weise eine besonders vielfältige und damit perspektivisch artenreiche Habitat-Anlage zu erwirken. Auf diese positive Kooperation im Sinne des Natur- und Artenschutzes dürfen wir durchaus mit Stolz blicken: Denn obwohl Zauneidechsen streng geschützt sind, und es verboten ist, ihre Lebensräume zu beschädigen oder zu zerstören, sind die Reptilien bei großen Bauvorhaben oft die Leidtragenden. Durch das neue Habitat kann hier hoffentlich ein Stück weit wirkungsvoll ausgeglichen werden. Kinder und ihre Familien aktiv für die Natur zu begeistern, ist ein weiteres wichtiges Anliegen dieser außergewöhnlichen Anlage.

Blühwiese, Totholzhaufen, Feinsandbecken, Findlinge, Dornensträucher – Schutzzone für mehr Biodiversität im Nuthepark.  Fotos: C. Persch