Willkommen beim NABU Potsdam e.V.

Liebe Besucher*innen,

der NABU Potsdam heißt Sie ganz herzlich auf seinen Internetseiten willkommen.

Hier erfahren Sie, wer wir sind, wofür wir uns engagieren und wo auch Sie aktiv werden können.

Wissenswertes und aktuelle Informationen zu den Themen Natur-, Arten- und Landschaftsschutz geben wir ebenfalls gerne an Sie weiter. Gerne stehen wir auch für weitere Fragen und Anregungen zur Verfügung – wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Unsere aktuellen Termine finden Sie hier auf der Startseite und entsprechend unter der Rubrik `Termine´.

26.06.2022, ab 15:00 Uhr: "Tag der offenen Tür"

Nach längerer Corona-Pause: Endlich wieder ein "Tag der offenen Tür" in der Ökolaube! Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich zum Plausch im Grünen bei Kaffee und Kuchen über den NABU Potsdam zu informieren und erste Kontakte zu knüpfen. Auch für Kinder wird wieder Programm geboten: Wie etwa das traditionelle Stockbrot-Backen im Lehmofen.

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Juni 2022: Offenes Gärtnern in der Ökolaube

Unter dem Motto "Gönn Dir Garten! Offenes Gärtnern für alle!" gibt die NABU Ökolaube am Schlaatz allen Interessierten und Büromüden Gelegenheit, nach Feierabend fleißig mitzugärtnern. An allen Freitag-Nachmittagen im Juni, ab 15:00 Uhr. Und auch, wer einfach nur einmal im Grünen sitzen möchte, ist herzlich willkommen! Wir freuen uns über Ihr Interesse: info@nabu-potsdam.de.

1. - 12.8.2022: Ferienprojekt SUMM

Auch in diesen Sommerferien finden die SUMM-Workshops für Kinder in der Ökolaube statt. Alles dreht sich wieder rund um das Leben der Bienen, deren fleißiges Arbeiten und ihre wichtige Funktion für uns Menschen. Mehr Informationen auf dem Flyer. Zur Anmeldung geht es hier ...  

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Unser Jahresprogramm für 2022 können Sie hier herunterladen: 

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Ferienzeit – Zeit der Rücksichtnahme!

Freizeitverhalten in der Natur

Was haben wir Potsdamer für ein Glück! Kultur, Natur und städtisches Flair – alles vor Ort! Und dabei noch eine Vielzahl von Gewässern, die bei der Hitze gerne als kühlendes Nass in Anspruch genommen werden. Doch aus Sicht des Naturschutzes sind die Zeichen einer Überbeanspruchung aufgrund des zunehmenden Freizeitdrucks bereits deutlich ablesbar: Insbesondere in den sensiblen Uferrandbereichen sind die Biotop-Strukturen samt brütender Vögel durch Lärm, Hunde und diverse Sommer-und Motor-Sportarten stark beeinträchtigt oder sogar akut gefährdet. Bis hin zur Zerstörung von Vegetationsgürteln und der Vertreibung aus tradierten Brut- und Kolonierevieren.

 

Deshalb appelliert der NABU Potsdam zu Beginn der Sommerferien an die Vernunft und bittet um rücksichtsvolles Freizeitverhalten in der Natur: Nutzen Sie ausgewiesene Badestellen zum Baden! Vermeiden Sie Lärm und verzichten Sie auf Partymusik in der Natur! Nutzen Sie das Fahrrad und gehen Sie zu Fuß! Halten Sie Abstand zu schilfbestandenen Uferrandbereichen und Wasservögeln! Entsorgen Sie Ihren Müll zu Hause! Und bitte nehmen Sie Ihre Hunde in Landschafts- und Naturschutzgebieten an die Leine! Vielen Dank!



Rückschau Wiesenpflege im Springbruch

Schöner Vormittag am langen Himmelfahrtswochenende

Am 28.5.22 haben wir die Wiesen gemäht. Zudem wurde einen Tag zuvor, am 27.5.22, vorgemäht. Wir waren sieben Aktive – leider weniger als sonst!

Sicher war das Himmelfahrtswochenende nicht die optimale Wahl für den Arbeitseinsatz. Aber die Mahd ist eben immer abhängig von der Witterung, Temperaturen, Feuchtigkeit, dem Aufwuchs der Pflanzen etc. Zunächst waren die Wiesen sehr naß, was uns freuen kann, aber eine Mahd unmöglich machte. Die niedrigen Temperaturen verzögerten zudem den Aufwuchs, sodass eine frühere Mahd nicht sinnvoll war. Des Weiteren wuchsen die Orchideen erst spät auf. Wir haben auf sie gewartet. Weiterlesen mit schönen Bildern ...

 



Markierter Halteunterstand "Schilfhof" (v. l.): U. Loeschmann (Geschäftsführer ViP), C. Persch (NABU Potsdam), B. Rubelt (Baubeigeordneter) . Quelle: Landeshauptstadt Potsdam, C. Homann.
Markierter Halteunterstand "Schilfhof" (v. l.): U. Loeschmann (Geschäftsführer ViP), C. Persch (NABU Potsdam), B. Rubelt (Baubeigeordneter) . Quelle: Landeshauptstadt Potsdam, C. Homann.

Pilotprojekt gegen Vogelschlag

Die ViP kennzeichnet Warteunterstände

100 Mio. Vogelschlagopfer pro Jahr, allein in Deutschland. Eine unvorstellbar hohe Zahl! Warteunterstände des öffentlichen Nahverkehrs zählen zu den besonders gefährdenden Glasflächen, da sie frei in der Landschaft stehen, häufig vor Vegetation. Im Anflug erkennen Vögel das Hindernis nicht, prallen dagegen und verenden in aller Regel. Um auf diese Gefährdungslage aufmerksam zu machen, hatte die Fachgruppe Ornithologie des NABU Potsdam kürzlich eine Kartierung besonders kritischer Glasflächen vorgenommen und die Ergebnisse der Stadtverwaltung übergeben. Diese reagierte nun im Zusammenspiel mit der ViP und ließ den Haltepunkt "Schilfhof" mit einem Streifendesign markieren, das für Vögel nachweislich gut erkennbar ist, so dass sie das Hindernis umfliegen. Die zuvor geklebten Greifvogel-Silhouetten sind – im Gegensatz dazu – nachweislich wirkungslos. Der NABU Potsdam bleibt hier im Gespräch und wird sich für die Markierung weiterer Unterstände einsetzen.

 



Albrecht Bechmann (Vorsitzender NABU Potsdam) im Gespräch. Foto: C. Persch
Albrecht Bechmann (Vorsitzender NABU Potsdam) im Gespräch. Foto: C. Persch

Potsdamer Tag der Wissenschaften

NABU Potsdam informiert zum Thema Vogelschlag

Dass großflächig verbautes Glas eine enorme Gefährdungslage für Vögel darstellt, ist vielfach noch nicht bewusst. Und dennoch haben es die meisten Menschen selbst schon unmittelbar im Wohn- oder Arbeitsumfeld erlebt: Das dumpfe Geräusch, wenn ein Vogel im Flug gegen die Scheibe knallt. Umso erfolgreicher war die Präsenz des NABU Potsdam auf dem diesjährigen Potsdamer Tag der Wissenschaften Anfang Mai. Anhand eigens präparierter Glasflächen, die auch aktuellste Möglichkeiten der Prävention zeigten, war die Aufmerksamkeit des Publikums unmittelbar erzielt: Während des gesamten Nachmittags wurde der NABU-Stand von Fragenden und um Rat Suchenden regelrecht belagert. Denn inzwischen lassen sich Glasscheiben auch nachträglich mit sehr wirkungsvollen und hochbeständigen Mustern so bekleben, dass sie für Vögel schon von weitem erkennbar sind, das menschliche Auge aufgrund des geringen Deckungsgrades allerdings wenig stören.



Janina Mattern (Ehrennadel in Bronze), Manfred Pohl. Foto: C. Persch
Janina Mattern (Ehrennadel in Bronze), Manfred Pohl. Foto: C. Persch

Verleihung der NABU-Ehrennadel

2 x Bronze, 1 x Silber: Auszeichnungen für ehrenamtlich engagierte Ornitholog*innen

Anlässlich der vergangenen Fachgruppensitzung der Ornithologen war Manfred Pohl, Vorsitzender der Fachgruppe, wieder in seinem Element: Mit schier unerschöpflicher Energie und einem enormen Gedächtnis für Anekdotenhaftes macht er die Verleihung von Auszeichnungen zu einer ganz besonderen Zeremonie für die Bedachten. In diesem Jahr durften sich die ehrenamtlichen Ornitholog*innen Janina Mattern (u.a. Schwalben Griebnitzsee, Vogelschlag, Nistkastenbetreuung), Friedrich Burmeister (Wiederansiedlung Wiedehopf) und Klemens Steiof (u.a. Vogelschlag) über die Verleihung der NABU-Ehrennadel in Bronze bzw. in Silber freuen. Der Vorstand des NABU Potsdam gratuliert an dieser Stelle ebenfalls und dankt für das ebenso erfolgreiche wie fachkundige und langjährig kontinuierliche Engagement.

 



Kurz notiert:

Aktivitäten in der Ökolaube: Garten, Garten und nochmals Garten

Wenn Natur inspiriert:

Die Ökolaube darf sich glücklich schätzen – denn ein künstlerisches Auge wählt seine Motive bewusst aus! Diese schöne kolorierte Zeichnung stammt von Heba Al Adwadi, die auf unserem Gartengrundstück einen Nachmittag der Ruhe am Teich verbracht hat. Der NABU Potsdam bedankt sich ganz herzlich für diese besondere Anerkennung seiner Arbeit!

 

Schuften für die Schauseite

Unter dem Motto "Gönn Dir Garten! Gemeinsam Gärtnern zum Feierabend" vollbringt Peggy Schmidt gerade einen wahren Kraftakt und säubert die Fläche vor dem Haus von wucherndem Giersch, dominanter Brennnessel und viel, viel Schutt. Denn auch hier soll auf Anhieb erkennbar sein, wofür die Gartenlaube steht: Pflanzenvielfalt, ökologisches Gärtnern, standortgerechte Gartengestaltung und Heimstatt für Insekten und Vögel.

Ausstellung in der Ökolaube

Zum Thema "Gönn Dir Garten!" stellt der NABU Bundesverband auch eine entsprechende Ausstellung zur Verfügung. Diese war während der vier Mai-Wochen im Inneren der Ökolaube zu sehen. Sie informiert über alle Aspekte, die ökologisches Gärtnern ausmachen: wie der Boden fruchtbar und gesund erhalten wird, wie sich Insekten und Vögel ansiedeln, welche Rolle Amphibien spielen und wie die Pflanzenauswahl getroffen werden sollte. Im nächsten Jahr wieder! Bei Interesse schon jetzt Mail an: info@nabu-potsdam.de.



In eigener Sache: Wir suchen ...

... ehrenamtliche Unterstützung: Grünes Klassenzimmer & Kassenwart & SUMM-Projekt

  1. Sie können sich vorstellen, Kinder und Jugendliche für die Natur zu begeistern? Sie möchten gemeinsam mit ihnen die Natur entdecken? Sie möchten Heranwachsenden Belange des Naturschutzes vermitteln? Dann freuen wir uns über Ihre Unterstützung im Team des Grünen Klassenzimmers. Dieses findet im "Kleinod" des NABU Potsdam statt, in unserer Ökolaube am Schlaatz. Auf Anfrage werden dort die Themen des Grünen Klassenzimmers von Ehrenamtlichen vermittelt. So dass Schüler*innen und Kindergartenkinder einen anschaulichen Projekttag erleben. Im Vordergrund steht dabei immer der Kontakt mit der Natur. Kontakt über: info@nabu-potsdam.de.
  2. Sie beherrschen buchhalterisches Grundwissen aus dem FF? Und wollen sich gleichzeitig für den NABU Potsdam und Belange des Natur- und Umweltschutzes einsetzen? Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme! Denn zum Start der kommenden Legislaturperiode ist im Vorstand die Position der Schatzmeister*in neu zu besetzen.  Auf diese Weise sind Sie unmittelbar an allen Entscheidungsvorgängen beteiligt und genießen das unkomplizierte Privileg, Natur im Kreise Gleichgesinnter zu erleben. Kontakt über: info@nabu-potsdam.de.
  3. Für das SUMM-Ferienprojekt: Silke Meyer sucht Unterstützung bei der Durchführung und Catering ihres Workshops. Gerne jemanden, der sich einfach für das Thema Bienen und Natur interessiert und Lust hat mitzumachen! Das Engagement und die Freude an der Arbeit mit Kindern sind am wichtigsten. 30,00 € Aufwandspauschale pro Tag. Gerne eine Woche oder mehrere Tage innerhalb des Zeitraums vom 1. bis 12.8.2022, Mo-Fr 10-18 Uhr. In der Ökolaube des NABU Potsdam am Schlaatz. Catering für 10 Tage: Honorar 800,00 € zzgl. Auslagen für Einkauf von Bio-Lebensmitteln. Vorkochen zu Hause oder in Großküche, Finish in Teeküche vor Ort. Kontakt über: info@nabu-potsdam.de.

Baum des Jahres 2022

Die Rot-Buche. Von Franziska Hoehl.

Sommeraspekt eines Buchenwalds, Nationalpark Jasmund/ Rügen. Foto: Thilo Heinken.
Sommeraspekt eines Buchenwalds, Nationalpark Jasmund/ Rügen. Foto: Thilo Heinken.

Schon einmal, 1990, wurde die Rot-Buche (Fagus sylvatica L.) in Deutschland zum „Baum des Jahres“ auserkoren. Außerdem wurde sie 2014 als solcher in Österreich ausgerufen. Der Klimawandel, der sich in unseren Breiten mit zunehmender Trockenheit, z. T. extremer Hitze in den Sommermonaten und allgemein höheren Temperaturen im Jahreslauf bemerkbar macht, hat für die Rot-Buche, deren Hauptvorkommen in Mitteleuropa liegt, dramatische Folgen. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass die Rot-Buche dieses Jahr erneut zum Baum des Jahres gewählt wurde, um sie und ihren Lebensraum erneut in den Fokus des Naturschutzinteresses zu stellen. Weiterlesen ...



"Forstwirtschaftliche Maßnahmen" im Wäldchen am Lindenpark

Der NABU Potsdam setzt sich für einen unmittelbaren Stopp der Arbeiten ein

Die Bilder sind erschütternd! Seit Donnerstag wenden sich Anwohner der Stahnsdorfer Straße in Babelsberg immer wieder hilfesuchend an den NABU Potsdam, weil sie nicht begreifen können, was sich direkt vor ihren Augen in Windeseile in dem kleinen Wäldchen rund um das Jugend- und Freizeitzentrum Lindenpark ereignet: 

Entgegen der vereinzelt an Bäumen vorzufindenden Informationen der Neue Wälder GmbH Ludwigsfelde handelt es sich bei den zu beobachtenden Arbeiten nicht um baumpflegerische Maßnahmen oder Aufräumarbeiten, sondern – im Gegenteil – um gezielte Fällungen aus dem Altkiefernbestand, also von intakten Bäumen mit zumeist erheblicher Höhe und starkem Stammumfang. Dabei beschädigt das unkontrollierte Fallen der Bäume vielfach den Kronen- und Astungsbereich kleinerer, nebenstehender Gehölze. Augenscheinlich will man möglichst viel Waldareal innerhalb kürzester Zeit verwüsten.

 

Der NABU Potsdam hat noch am Wochenende ein Schreiben an die Untere Forstbehörde Potsdam gerichtet mit der Forderung, die Arbeiten unmittelbar zu unterbinden, da er sie in ihrer Ausführung für rechtswidrig hält. Dies betrifft Belange des Artenschutzes ebenso wie die Tatsache, dass eine Genehmigung wohl nur für Arbeiten der Verkehrssicherung und ein Aufräumen von Sturmschäden erteilt wurde … der tatsächliche Umfang der Arbeiten jedoch ein vollständig anderer ist. Zudem wurde keine ausreichende Sicherung des Geländes vorgenommen.

 

Vor Ort formiert sich zugleich bürgerlicher Widerstand. Hier der Link zur Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/waldrodung-am-lindenpark-potsdam-stoppen

Beteiligen auch Sie sich am Widerstand gegen die weitere Ausführung dieser Maßnahme! Die Zeit drängt!


Pilz des Jahres 2022

Der Fliegenpilz – Glückssymbol, Giftpilz, Droge. Von Wolfgang Bivour.

Fliegenpilz. Foto: C. Persch
Fliegenpilz. Foto: C. Persch

Der Fliegenpilz ist wohl der bei uns bekannteste und populärste Pilz überhaupt. Jedes Kind kennt ihn. Ob nun in dem alten Kinderlied besungen oder als beliebtes Glückssymbol verwendet – er ist einfach allgegenwärtig, als Glückwunschkarte und Sparbüchse, in Kinderbüchern als Pilzhäuschen oder als Rauchverzehrer für Kitschfreunde, als Pralinenverpackung oder als gekochte halbe Eier mit rotem Tomatenhut und Mayonnaisepunkten.

 

Obwohl als Glückssymbol bekannt, weiß aber auch jedes Kind, dass der Fliegenpilz giftig ist. Ein seltsamer Widerspruch? Nicht unbedingt, denn die positive Belegung des Fliegenpilzes wurzelt offenbar in der Tatsache, dass er vermutlich seit Jahrtausenden als Rauschdroge verwendet wird. Bei nordsibirischen Völkern soll der Fliegenpilzkonsum noch vor 100 Jahren vor allem bei rituellen Handlungen weit verbreitet gewesen sein. Für einen Rausch tauschte man auch schon mal ein Rentier gegen eine Pilzportion. Und man war nicht verschwenderisch: Der berauschende Stoff erscheint immer wieder im Urin.  ... weiterlesen ...